Tarifinfo 23
Freitag, 27. März 2009
Tarifrunde Telekom - Der Abschluss steht
Tarifinfo 23
Dienstag, 24. März 2009
Tarifwirkung für Nachwuchskräfte

Bis zum 26.März finden 6 Regionalveranstaltungen zur Tarifrunde 2009 für die DTAG und drei T-Servicegesellschaften statt. Dann wird die Große Tarifkommission abschließend entscheiden, ob das Schlichtungs-ergebnis als Tarifeinigung angenommen wird. In der Sonderinfo erhalten Interessierte Informationen zur Wirkung des Schlichtungsergebnisses auf Auszubildende und junge ArbeitnehmerInnen. Das Sonderinfo für Nachwuchskräfte gibt es hier zum Download als PDF-Dokument.
Mittwoch, 18. März 2009
Große Tarifkommission bewertet Schlichtungsergebnis
Die Große Tarifkommission schließt sich nach intensiver Debatte der Empfehlung der Verhandlungskommission an. Näheres dazu in der beigefügten Tarifinfo 22 (PDF-Dokument).
Montag, 16. März 2009
ver.di-Verhandlungskommission empfiehlt Annahme des Schlichterspruchs
Die Große Tarifkommission wird sich am 17.März mit dem Schlichterspruch und der Empfehlung der Verhandlungskommission befassen. Vor der abschließenden Beschlussfassung in der Großen Tarifkommission am 26.März, werden sechs Regionalveranstaltungen zur Erläuterung und Diskussion durchgeführt.
Tarifinfo 21
Freitag, 13. März 2009
UPDATE: Schlichter legt Empfehlung vor
ver.di Pressemitteilung
UPDATE: Tarifinfo 20
Donnerstag, 12. März 2009
Schlichtungsempfehlung zum Ende der Woche!

Am 04.März 2009 sind die Schlichtungsverhandlungen zur Tarifrunde 2009 für die DTAG und T-Servicegesellschaften unter Leitung des gemeinsam bestellten unparteiischen Vorsitzenden Dr. Henning Voscherau aufgenommen worden. Zum Ende dieser Woche wird die Schlichtung mit einer Empfehlung beendet. Tarifinfo 19
frühere Tarifinfos
Sonntag, 1. März 2009
UPDATE 2: Tarifverhandlungen gescheitert - Schlichtung wird angerufen!
Update: Die Tarifparteien haben sich auf den Schlichter Dr. Henning Voscherau verständigt, ehemaliger Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Das nicht-öffentliche Schlichtungsverfahren muss innerhalb von zwölf Werktagen mit einer Empfehlung beendet werden, an die die Tarifvertragsparteien jedoch nicht gebunden sind. Eine einvernehmliche Fristverlängerung ist möglich.
Pressemeldung
Update2: TARIFINFO 16
Freitag, 27. Februar 2009
Mehr als 200 Telekom-Mitarbeiter streikten in Halle

Begleitend zur möglicherweise entscheidenden 4. Runde der Tarifverhandlungen für die 83.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Telekom und den T-Servicegesellschaften weitete ver.di die Warnstreiks heute noch einmal massiv aus. Allein in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind derzeit deutlich über 2.000 Telekom-Mitarbeiter und Auszubildende in 26 Städten ganztägig im Streik.
Dem ersten ganztägigen Warnstreik waren in den letzten beiden Wochen bereits mehrere stundenweise Arbeitsniederlegungen voraus gegangen. „Die Streikbereitschaft ist hoch und wächst mit jedem Tag“, so die Einschätzung von Achim Fischer, ver.di-Fachbereichsleiter Telekommunikation. „Die Arbeitgeber der Telekom tun gut daran, die Stimmung der Leute aufmerksam im Blick zu haben. Wir sind in der Lage, die Streiks auch noch auszuweiten, wenn es nötig wird.“

In Halle konnte ver.di mehr als 200 KollegInnen aktivieren, für ein faires Angebot auf die Straße zu gehen. Vom Treff am Charlottencenter zog der Demonstrationszug zum Haus des Lehrers um auf die Forderungen aufmerksam zu machen. Dort fand eine kurze Kundgebung statt! Es redeten Lothar Phillip (Bezirksgeschäftsführer Sachsen-Anhalt-Süd) und Klaus-Dieter Hanas (ver.di Landesbezirksvorsitzender Fachbereich 9).
Der OV Halle konnte 11 Beitritte in ver.di registrieren! Super!
Bericht beim halleforum
Tarifinfo 14
Fotos: Steffen Krause
Donnerstag, 26. Februar 2009
Tarifverträge werden verhandelt nicht diktiert!
SO WIRD DAS NIX!
In der letzten Verhandlungsrunde gaben die Arbeitgeber zum Besten, dass sie ver.di zwar eine "offene", aber "keine gefüllte Hand" hinhalten. Parallel dazu propagiert die Telekom: "der Vorstand fühlt sich auch weiterhin einer Politik der Zahlung attraktiver Dividenden verpflichtet." Die Arbeitgeber vertreten offensichtlich den Irrglauben, den Aktionären die "Taschen" weiter füllen und zeitgleich den Beschäftigten - die den Unternehmenserfolg erst möglich gemacht haben - Lohnzurückhaltung predigen zu können.
Die Beschäftigten haben eine klare Erwartungshaltung an die entscheidende Verhandlungsrunde. Die Arbeitgeber sind am Zug, Ihren Elfenbeinturm zu verlassen und auf die Beschäftigten "mit gefüllten Händen" zuzugehen! Von ver.di noch eine klare Botschaft: Bei den Beschäftigten ist kein Raum für weitere Reallohnverluste - deshalb gehört ein neues abschlussfähiges Angebot auf den Tisch!!!
Dienstag, 24. Februar 2009
Jetzt dubiose „Aktien- oder Erfolgsbeteiligungsmodelle“ statt Entgelterhöhung?
Im Vorfeld der 4. Verhandlungsrunde der Tarifrunde 2009 für die DTAG und T-Servicegesellschaften versuchen die Arbeitgeber den Beschäftigten jetzt Aktien- und Erfolgsbeteiligungsmodelle „schmackhaft“ zu machen. Vorsicht: Manchmal sollte man besser „einen Blick in die Küche werfen“, bevor man sich fürs Probieren entscheidet. mehrFreitag, 20. Februar 2009
Neues Angebot ist überfällig

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom und den drei T-Servicegesellschaften hat die Vereinte Dienstleistungsgewerk-schaft (ver.di) den Arbeitgeber aufgefordert, seine bisherige Verhandlungsposition zu überdenken. „Wenn wir in der kommenden Runde kein neues Angebot vorgelegt bekommen, wird die Große Tarifkommission über das Scheitern der Verhandlungen entscheiden“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder.
Am Mittwoch haben noch einmal bundesweit mehr als 4.500 Telekom-Beschäftigte die Arbeit befristet niedergelegt. Seit Beginn der Warnstreiks haben sich damit knapp 20.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an Aktionen und Arbeitsniederlegungen beteiligt. „Die Streikbereitschaft ist außerordentlich groß und nimmt mit jedem Tag zu“, betonte Schröder in einer ersten Zwischenbilanz.
Die Verhandlungen sollen am 26./27. Februar 2009 in der Nähe von Bonn fortgesetzt werden. Am Tag darauf werde die Große Tarifkommission den Verhandlungsstand bewerten und über weitere Maßnahmen entscheiden, hieß es. ver.di fordert für die 83.000 betroffenen Beschäftigten eine Anhebung der Gehälter um 8,5 Prozent, mindestens aber 220 Euro mehr monatlich. Gleichzeitig sollen die Vergütungen für Auszubildende überproportional angehoben werden.Foto:© Steffen Krause
Montag, 16. Februar 2009
UPDATE: Warnstreik in Halle

Ca. 200 Telekom-Beschäftigte haben sich heute zwischen 11:00 und 13:00 Uhr an einem 2-stündigen Warnstreik beteiligt und sich vor dem Telekomgebäude in Halle auf der Silberhöhe versammelt.
Achim Fischer, Landesbezirksfachbereichsleiter für die Telekommunikationsbranche bei ver.di, forderte während der Streikkundgebung die Arbeitgeber auf, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen: „Das aktuelle Angebot ist eine Mogelpackung."
Von den angebotenen 3,0% für 2009 und 2,5% für 2010 bleiben wegen Gegenrechnungen der Arbeitgeber real nur 0,83% bzw. 0,33% übrig.“ Im November 2006 gab es die letzte Lohnsteigerung bei der Telekom. Angesichts der Inflationsrate (2007 bis 2008 ca. 5,1%) bedeutet das für die Telekommitarbeiter immer noch einen satten Reallohnverlust. Deshalb fordert ver.di weiterhin ein Einkommensplus von 8,5%, mindestens jedoch 220€, für 12 Monate.Lothar Phillip, Bezirksgeschäftsführer vom ver.di-Bezirk Halle, überbrachte Solidaritätsgrüße von den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, die ebenfalls in einer Tarifauseinandersetzung stecken.
Steffen Krause, Vorsitzender des verdi-Fachbereichs-Ortsvereins Halle, bedankte sich für die rege Teilnahme an dem heutigen Warnstreik und kündigte weitere Streikmaßnahmen an, sollten die Arbeitgeber bis zur kommenden Verhandlungsrunde am 26. Und 27. Februar nicht nachbessern.
Foto:© Steffen Krause
Tarifinfo Nr.7
Tarifinfo Nr.8
Donnerstag, 12. Februar 2009
Infos aus der Dritten Verhandlungsrunde
ver.di hat sich offiziell zum „Arbeitgeberangebot“ geäussert: „Arbeitgeberangebot“ = VÖLLIG UNZUREICHEND - EINE ZUMUTUNG! ver.di bezog auch detaillierte Gegenpositionen zu den von den Arbeitgebern in der zweiten Verhandlungsrunde vorgelegten Thesen/Daten und Analysen.
ver.di machte u.a. deutlich: Die Argumente der Arbeitgeber mit denen sie eine „maßvolle Lohnrunde“ begründeten, sind nicht haltbar. Die Finanzkrise darf nicht als Instrument für Lohndumping missbraucht werden. Die Beschäftigten brauchen echte Kaufkraftzuwächse anstatt Mogelpackungen. In allen T-Servicegesellschaften hat es erhebliche Produktivitätssprünge gegeben und die Finanzergebnisse liegen über Plan - die Beschäftigten erwarten Ihren fairen Anteil daran.
Die Arbeitgeber blieben unbeweglich und provozierten stattdessen mit Aussagen, wie z. B., dass noch „Sparziele“ der Unternehmen aus der T-Serviceeinigung offen seien.
So geht es nicht weiter. Jetzt gilt: Weg mit der Mogelpackung, Her mit einem fairen Angebot - Druck machen! mehr
Mittwoch, 11. Februar 2009
Kommentar des OV-Vorstandes
Liebe Kolleginnen und Kollegen,es ist soweit, die im Jahr 2007 als Chance angekündigte Lohnrunde ist angelaufen.
Derzeit ist in den Medien nicht viel zur Lohnrunde bei der Telekom zu hören. Die Telekom feiert per Pressemitteilung die Einstellung von Personal in Zeiten der Finanzkrise und rühmt sich, den Beschäftigten ein gutes Angebot unterbreitet zu haben.
ver.di hat dieses erste Angebot aus der 2. Verhandlungsrunde in seiner Tarifinfo Nr. 4 bewertet. (siehe unten)
So entspricht das Angebot der Telekom bei Berücksichtigung des Wegfalls der Ausgleichzulage von jeweils 2,17% 2009 und 2010 einer Lohnerhöhung von
zum 01.01.2009 = 0,83%
zum 01.01.2010 = 0,33%
Sollte es in der Verhandlungsrunde am 10. und 11. Februar keine Bewegung des Arbeitgebers geben, sind verdi – Aktionen sehr wahrscheinlich. Wir können nur dringend dazu raten, sich diesen Aktionen anzuschließen. Der Arbeitgeber hat uns im Jahr 2007 über den Weg des Betriebsübergangs direkt in unser Portemonnaies gegriffen, durch unseren wochenlangen Streik konnten wir schlimmeres verhindern.
Nun gilt es, unseren berechtigten Forderungen Nachdruck zu verleihen. Es bleibt dabei, Tarifauseinandersetzungen sind Machtfragen. Und diese Macht müssen wir bei Streikaufruf auf die Straße bringen. Verzicht ist nicht nach Art des Hauses. Der Deutschen Telekom geht es alles andere als schlecht, nach Aussagen von Vertretern der Arbeitgeberseite ist der Dampfer Telekom auf Kurs. Ihr wisst es am besten, den Dampfer Telekom habt ihr selbst auf Kurs gebracht und nach vorn bewegt. Und mal ehrlich - unsere finanziellen Verpflichtungen werden nicht kleiner, das Leben wird permanent teurer und niemand hat Geld zu verschenken.
Beteiligt euch an den Aktionen eurer Gewerkschaft – wer noch nicht Mitglied ist, sollte sich spätestens jetzt in unsere Reihen einfügen. Zukunft und Stärke durch Solidarität.
Euer Vorstand des Ortsvereins Halle
Dienstag, 10. Februar 2009
Wer im Glashaus sitzt...
In einem Argumentationspapier mit dem die Führungskräfte aufgefordert werden die Beschäftigten zu „informieren“, fordert die Telekom gegenüber ver.di „Redlichkeit, Vertragstreue und Fairness“ bei der Tarifrunde 2009 ein. – Für ver.di ein Anlass, die Telekom Position zu hinterfragen. mehrDonnerstag, 29. Januar 2009
2. Verhandlungsrunde DTAG & T-Service: „Zumutung“ statt faires „Angebot“

Am 27./28. Januar sind die Verhandlungen zur Tarifrunde 2009 für die DTAG und T-Servicegesellschaften fortgesetzt worden. ver.di hatte in der Auftaktrunde am 14. Januar die ver.di Forderungen offiziell eingebracht und ausführlich begründet.
Die arbeitgeberseitige „Zumutung“Kurz vor Ende der zweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber das folgende erste „Angebot“ in die Verhandlungen eingebracht:
Entgelt:
• 3 % ab 1.1.2009 - 31.12.2009
• weitere 2,5% ab 1.1.2010 - 31.12.2010 (vorzeitige Kündigungsmöglichkeit zum 31.3.2010, wenn die Inflation in 2009 >1,5%)
Auszubildende:
• Azb Vergütung gleiche % Erhöhung wie o.a.
• Erhöhung der Unterhaltsbeihilfe um 30€
Kündigungsverzicht:
•Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Beendigungskündigungen bei der DTAG um 1 Jahr, auf den 31.12.2010
•Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Beendigungskündigungen bei den T- Servicegesellschaften um 1 Jahr, auf den 31.12.2013
-
Tatsächliche Entgelterhöhung 2009: 0,83%
-
Tatsächliche Entgelterhöhung 2010: 0,33%
Mit zahlreichen Folien versuchte die Arbeitgeberseite im Verlauf der zweiten Verhandlungs-runde u.a. die schwierige, wirtschaftliche Konzern- und Unternehmenssituation darzustellen. Dabei wurden arbeitgeberseitig folgende Thesen hervorgehoben:
-
Lohnerhöhungen würden zu einseitigen Belastungen der Telekom und weiteren Kostennachteilen (im Vergleich zu Wettbewerbern) führen.
-
Die Lohnerhöhungen würden zu keiner wirksamen „Nachfrageerhöhung“ zugunsten der Telekom führen.
-
Aktionäre würden gegenüber den Mitarbeitern (trotz Dividendenerhöhungen) nicht bevorzugt.
-
Die Betriebsergebnisse der T-Servicegesellschaften seien alle negativ (alle Gesellschaften stehen in tief roten Zahlen).
-
Die wirtschaftliche Lage der Telekom erfordere in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld eine maßvolle Lohnrunde 2009.
ver.di stellt dazu fest:
-
zu 1.:Die Benchmarkbetrachtungen der Telekom und deren Glaubwürdigkeit, sind ver.di und den Beschäftigten noch aus 2007 bekannt. Sie werden durch ständige Wie-derholungen nicht richtiger!
-
zu 2.:Auch für die Telekom gilt: Jede Lohnerhöhung über der Inflationsrate führt zu einer Nachfrageerhöhung!
-
zu 3.: Die Dividenden wurden 2007 um 16% und 2008 noch mal um 8,34% erhöht. Die Löhne der Beschäftigten sind in 2007/2008 nicht erhöht worden. Real sind sie u.a. durch Inflation gesunken.
-
zu 4.: Die negativen Betriebsergebnisse sind durch konzerninterne Verrechnungspreise künstlich erzeugt. Die Telekom ignoriert dabei, dass in allen T-Servicegesellschaften seit Gründung ein deutlich über Plan liegendes Ergebnis durch die Beschäftigten erarbeitet wurde.
-
Zu 5.: Die Beschäftigten haben alleine in 2007 und 2008 einen Reallohnverlust von ca. 5,1% hinnehmen müssen – alleine deshalb ist die ver.di Forderung in Höhe von 8,5% maßvoll und angemessen.
Die Arbeitgeber werden den Unmut der Beschäftigten zu spüren bekommen.
ver.di Aktionen werden vorbereitet - mitmachen!
Die Verhandlungen werden am 10. und 11.Februar fortgeführt.
Samstag, 17. Januar 2009
Tarifrunde hat begonnen
Verhandlungsauftakt in der Tarifrunde 2009.Unsere Verhandlungskommission hat unsere Forderung eingebracht: 8,5% mehr Lohn, mindestens aber 220 Euro, für eine Laufzeit von 12 Monaten. Da die Telekom nach eigenen Angaben sehr gut dasteht und die Stärkung der Kaufkraft in der Krise besonders wichtig ist, gibt es keinen Grund für Zurückhaltung. Am 27. und 28. Januar werden die Verhandlungen fortgesetzt. mehr
Dank an Stadtverwaltung und Stadträte

In der KOMM 12/08 sind Mitglieder des OV Halle mit unserem Banner auf der Frontseite abgebildet:

Links öffnen sich in neuem Fenster
Samstag, 13. Dezember 2008
8,5 Prozent - Tarifforderung steht!
Seit Juli 2008 bereitet sich der ver.di-Fachbereich TK/IT im Rahmen eines Projektes auf die Tarifrunde 2009 vor. Am 09. Dezember 2008 hat die Große Tarifkommission des ver.di Fachbereichs TK/IT die konkrete Forderung für 2009 beschlossen.ver.di fordert für die T-Servicegesellschaften (Deutsche Telekom Netzproduktions GmbH, Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Deutsche Telekom Kundenservice GmbH) und die Deutsche Telekom AG in 2009 eine reine Entgeltrunde:
# allgemeine lineare Entgelterhöhung um 8,5%,mit einer Laufzeit von 12 Monaten
# stärkere Anhebung der unteren Einkommen / Einkommensgruppen über einen monatlichen Mindestbetrag in Höhe von 220€
# Beamtinnen: Differenzausgleich zwischen der Tariferhöhung und der Anhebung der Besoldungen
# Die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und der Unterhaltsbeihilfe:
o 70€ Anhebung der Ausbildungsvergütung im Cluster 1
o Überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütungen im Cluster 2
o Deutliche Anhebung der Unterhaltsbeihilfe.
über die Feiertage „Kraft tanken“!
im neuen Jahr „gemeinsam anpacken“!
Plakat
Samstag, 29. November 2008
Einigung im Standortstreit für die Telekom Call-Center
"Das Arbeitgeberkonzept ist geknackt worden, Härten und Unzumutbarkeiten für die Beschäftigten wurden deutlich reduziert“, das ist nach Einschätzung des ver.di-Landesfachbereichsleiters Telekommunikation Achim Fischer die positive Seite der nächtlichen Einigung über das Call-Center-Standortkonzept der Telekom.
Verantwortung beim Arbeitgeber
Trotzdem bleibe aber jede Standortschließung für die betroffenen Beschäftigten und die Regionen ein schwerer Schlag. In Mitteldeutschland trifft es Gera besonders hart. Das letzte hier noch verbliebene Call-Center der Telekom schließt im zweiten Halbjahr 2009. Die 210 Beschäftigten erhalten Arbeitsplatzangebote im neuen Verbundstandort Schkeuditz, in einzelnen Fällen auch in den anderen noch bestehenden Call-Centern in Thüringen und Sachsen.
„Gera ist mit der Schließung doppelt gebeutelt, denn auch das VCS-Call-Center ist bereits verkauft worden. Der Rückzug der Telekom aus der Region Ostthüringen ist und bleibt ein Skandal“, bekräftigte Fischer noch einmal die grundsätzliche Kritik er Gewerkschaft an der Zentralisierungsstrategie des Konzerns.
Hallenser müssen nicht nach Magdeburg
Eine Verbesserung gegenüber den ursprünglichen Schließungsplänen konnte für die Beschäftigten der Standorte in Halle und Leipzig erreicht werden. Hier wird es eine Verbundlösung mit Sitz in Schkeuditz und damit erheblich reduzierten Fahrtzeiten geben. Der Standort Dresden bleibt genauso erhalten wie die Standorte in Erfurt, Magdeburg und Chemnitz.
Die durch diesen Kompromiss erreichte Struktur ist mindestens bis Ende 2012 sicher. Für die Härten, die mit der Umsetzung einhergehen, wurden umfangreiche Sozialplanregelungen getroffen. So gibt es unter anderem Härtefallregelungen, Ausgleichszahlungen für Umzüge und Fahrtkostenzuschüsse.Dank an Unterstützer
„Wir sind nicht zufrieden, denn jede Schließung ist eine zu viel“, resümiert Fischer über die letzten anstrengenden Tage, die auch er in der Einigungskommission gesessen hat. „Aber wir haben Schließungen verhindert und mit Verbundlösungen Härten abgemildert. Das ist ein Erfolg, der ohne die vielen Aktionen, Mahnwachen und Demonstrationen der letzten Wochen nicht möglich gewesen wäre.“
Vielleicht ist das Ergebnis für einige auch ein Anstoß über das eigene Engagement nachzudenken...
Der Vorstand des ver.di Ortsvereins bedankt sich bei allen Unterstützern!