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Freitag, 27. März 2009

Tarifrunde Telekom - Der Abschluss steht

Nach Durchführung von sechs regionalen Tarifkonferenzen hat am 26.März die Große Tarifkommission getagt, um den Schlichterspruch abschließend zu bewer-ten und über die auf dieser Basis vorliegenden Tarifangebote der DTAG und der T-Servicegesellschaften zu entscheiden. Der Großen Tarifkommission wurden die Diskussionen aus den durchgeführten Regionalkonferenzen ausführlich dar-gestellt. Die Große Tarifkommission hat eine umfassende Bewertung vorge-nommen und auf dieser Grundlage der Annahme der Tarifangebote der DTAG und der T-Servicegesellschaften einstimmig zugestimmt.

Der Tarifkonflikt zur Tarifrunde 2009 für die DTAG und die T-Servicegesellschaften ist damit beigelegt.

Tarifinfo 23

Montag, 16. März 2009

ver.di-Verhandlungskommission empfiehlt Annahme des Schlichterspruchs

Die ver.di Verhandlungskommission hat am 14. März den Schlichterspruch zur Tarifrunde 2009 für die DTAG und T-Servicegesellschaften bewertet. Einstimmig hat sie entschieden, der Großen Tarifkommission zu empfehlen, den Schlichterspruch als Tarifergebnis anzunehmen.

Die Große Tarifkommission wird sich am 17.März mit dem Schlichterspruch und der Empfehlung der Verhandlungskommission befassen. Vor der abschließenden Beschlussfassung in der Großen Tarifkommission am 26.März, werden sechs Regionalveranstaltungen zur Erläuterung und Diskussion durchgeführt.
Tarifinfo 21

Dienstag, 10. Februar 2009

Wer im Glashaus sitzt...

In einem Argumentationspapier mit dem die Führungskräfte aufgefordert werden die Beschäftigten zu „informieren“, fordert die Telekom gegenüber ver.di „Redlichkeit, Vertragstreue und Fairness“ bei der Tarifrunde 2009 ein. – Für ver.di ein Anlass, die Telekom Position zu hinterfragen. mehr

Donnerstag, 29. Januar 2009

2. Verhandlungsrunde DTAG & T-Service: „Zumutung“ statt faires „Angebot“


Am 27./28. Januar sind die Verhandlungen zur Tarifrunde 2009 für die DTAG und T-Servicegesellschaften fortgesetzt worden. ver.di hatte in der Auftaktrunde am 14. Januar die ver.di Forderungen offiziell eingebracht und ausführlich begründet.

Die arbeitgeberseitige „Zumutung“
Kurz vor Ende der zweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber das folgende erste „Angebot“ in die Verhandlungen eingebracht:
Entgelt:
• 3 % ab 1.1.2009 - 31.12.2009
• weitere 2,5% ab 1.1.2010 - 31.12.2010 (vorzeitige Kündigungsmöglichkeit zum 31.3.2010, wenn die Inflation in 2009 >1,5%)

Auszubildende:
• Azb Vergütung gleiche % Erhöhung wie o.a.
• Erhöhung der Unterhaltsbeihilfe um 30€

Kündigungsverzicht:
•Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Beendigungskündigungen bei der DTAG um 1 Jahr, auf den 31.12.2010
•Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Beendigungskündigungen bei den T- Servicegesellschaften um 1 Jahr, auf den 31.12.2013

Das Arbeitgeberangebot bedeutet, für die Entgelte der Beschäftigten in den T-Servicegesellschaften (bei Berücksichtigung des Wegfalls der Ausgleichszulage von jeweils 2,17% zum 1.1.2009 und 1.1.2010):
  • Tatsächliche Entgelterhöhung 2009: 0,83%

  • Tatsächliche Entgelterhöhung 2010: 0,33%

„Prinzip schlechte Zeiten“

Mit zahlreichen Folien versuchte die Arbeitgeberseite im Verlauf der zweiten Verhandlungs-runde u.a. die schwierige, wirtschaftliche Konzern- und Unternehmenssituation darzustellen. Dabei wurden arbeitgeberseitig folgende Thesen hervorgehoben:

  1. Lohnerhöhungen würden zu einseitigen Belastungen der Telekom und weiteren Kostennachteilen (im Vergleich zu Wettbewerbern) führen.

  2. Die Lohnerhöhungen würden zu keiner wirksamen „Nachfrageerhöhung“ zugunsten der Telekom führen.

  3. Aktionäre würden gegenüber den Mitarbeitern (trotz Dividendenerhöhungen) nicht bevorzugt.

  4. Die Betriebsergebnisse der T-Servicegesellschaften seien alle negativ (alle Gesellschaften stehen in tief roten Zahlen).

  5. Die wirtschaftliche Lage der Telekom erfordere in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld eine maßvolle Lohnrunde 2009.

ver.di stellt dazu fest:

  • zu 1.:Die Benchmarkbetrachtungen der Telekom und deren Glaubwürdigkeit, sind ver.di und den Beschäftigten noch aus 2007 bekannt. Sie werden durch ständige Wie-derholungen nicht richtiger!

  • zu 2.:Auch für die Telekom gilt: Jede Lohnerhöhung über der Inflationsrate führt zu einer Nachfrageerhöhung!

  • zu 3.: Die Dividenden wurden 2007 um 16% und 2008 noch mal um 8,34% erhöht. Die Löhne der Beschäftigten sind in 2007/2008 nicht erhöht worden. Real sind sie u.a. durch Inflation gesunken.

  • zu 4.: Die negativen Betriebsergebnisse sind durch konzerninterne Verrechnungspreise künstlich erzeugt. Die Telekom ignoriert dabei, dass in allen T-Servicegesellschaften seit Gründung ein deutlich über Plan liegendes Ergebnis durch die Beschäftigten erarbeitet wurde.

  • Zu 5.: Die Beschäftigten haben alleine in 2007 und 2008 einen Reallohnverlust von ca. 5,1% hinnehmen müssen – alleine deshalb ist die ver.di Forderung in Höhe von 8,5% maßvoll und angemessen.

Die Arbeitgeber werden den Unmut der Beschäftigten zu spüren bekommen.

ver.di Aktionen werden vorbereitet - mitmachen!

Die Verhandlungen werden am 10. und 11.Februar fortgeführt.

Samstag, 17. Januar 2009

Dank an Stadtverwaltung und Stadträte

Betriebsräte der DTKS GmbH und Mitglieder des OV Halle haben in einem Brief an Verwaltung und Stadtrat für die Unterstützung beim Kampf um den Standort gedankt. Im letzten Amtsblatt erschien dazu ein kurzer Artikel:


In der KOMM 12/08 sind Mitglieder des OV Halle mit unserem Banner auf der Frontseite abgebildet:










Links öffnen sich in neuem Fenster

Donnerstag, 13. November 2008

13.11. Demonstration in Berlin


40 Kolleginnen und Kollegen des OV Halle waren zur Demonstration vor der Hauptstadtrepräsentanz der Telekom angereist. Auch Mitarbeiter anderer T-Service-Gesellschaften unterstützen uns bei dieser Aktion. Neben Betriebsräten der DTKS sprachen auch Berlins Wirtschaftssenator Wolf und ver.di Arbeitskampfleiter Ado Wilhelm zu den Anwesenden.



Wirtschaftsenator Harald Wolf (links), Ado Wilhelm (rechts)

Donnerstag, 6. November 2008

Mahnwache gegen DTKS Kahlschlagkonzept


Telekom-Beschäftigte demonstrierten am Donnerstag während einer 10stündigen Wahnwache für den Erhalt des Callcenter-Standortes in Halle. Unter dem Titel "Jobs on tour" wurden in der halleschen Innenstadt Unterschriften der Mitarbeiter und Bürger gesammelt. TV und Radiosender berichteten von der Aktion. Print- und Onlinemedien waren ebenfalls vor Ort.

Unterstützt wurden die Kolleginnen und Kollegen durch Vertreter des Bundestages und des halleschen Stadrates sowie des DGB.
Halleforum

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Aufruf zu Protestkundgebung und Mahnwache!

Der Vorstand der Deutschen Telekom AG ist familienfeindlich, frauenfeindlich, behindertenfeindlich und umweltfeindlich. Wir wehren uns gegen Arbeitsplatzvernichtung, Zerschlagung und Lohndrückerei und rufen zu verstärkten Aktionen gegen die perspektivlose und beschäftigtenfeindliche Unternehmenspolitik auf.
Wir kämpfen gegen die Standortschließung des Call Centers in Halle. Wenn der Telekom Vorstand diesen unsozialen Kahlschlag ungehindert durchsetzt, dann sind alle Betriebe der Telekom morgen von ähnlichen Angriffen bedroht. Das Thema geht alle im Telekom Konzern an!

Mahnwache am 6. November von 8 - 18 Uhr vor der Ulrichskirche

Demonstration in Berlin am 13. November

Beginn in Berlin 12:00 – 13:00 Uhr
Dauer ca. 1,5 Stunden
Hauptstadtrepräsentanz der Telekom

Anmelden: dabei@verdi-halle.de

Tarifrunde 2009 Mitgliederversammlung

Um die Forderung zur Erhöhung der neuen Entgelte festlegen zu können, führt der
Ortsverein Halle für seine Mitglieder eine Mitgliederversammlung durch.

Datum : 10.11.2008
Uhrzeit : 16:00 Uhr
Ort : Halle, Kaiserslauterer Str. 75, Kantine

Seit der letzten Tarifrunde sind einige entscheidende entgeltwirksame Sachverhalte eingetreten (Absenkung des Entgeltes bei T-Service ab 2009 um 2,17%, Erhöhung der Mehrwertsteuer um 3%, Inflation von ca. 2% je Jahr, Erhöhung der Energiepreise (Benzin, Öl, Gas, Strom), ab 01.01.09 15,5% Krankenkassenbeitrag usw.)
Auf der Mitgliederversammlung soll die Forderung zur Erhöhung der Entgelte diskutiert und festgelegt werden.
Dazu sind hiermit alle Mitglieder des Ortsvereins Halle, Fachbereich 9, eingeladen.

Einladung (pdf)

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Callcenter-Verhandlungen gescheitert (Update)

Wie die Deutsche Presse Agentur (dpa) berichtet, sind die Gespräche zwischen der Deutschen Telekom und Arbeitnehmervertretern über die geplante Schließung zahlreicher Callcenter sind gescheitert. Ein ver.di Sprecher bedauerte das Scheitern der Gespräche und bezeichnete zugleich die neuen Vorschläge der Telekom als "völlig unzureichend". Die Arbeitnehmerseite sei aber weiterhin verhandlungsbereit.

Die Telekom wollte ursprünglich 39 Callcenter schließen und die rund 18 000 Mitarbeiter an Standorten in 24 Städten bündeln. Dem neuen Vorschlag zufolge sollten zusätzlich die Callcenter in Schwerin und Trier erhalten bleiben. Nach den ursprünglichen Plänen wäre knapp die Hälfte der Callcenter-Beschäftigten von dem Umbau betroffen.
In einem Alternativkonzept des GBR wären 58 Callcenter Standorte bei geringeren Kosten erhalten geblieben. Die Telekom hielt jedoch weiterhin an ihrem Kahlschlagkonzept fest.
Die beiden Verhandlungsparteien werden nun darüber beraten, wie die Einigungstelle besetzt werden soll. In der Regel übernimmt ein Richter den Vorsitz. mehr


Update:
Nach nur 3 Verhandlungsrunden zu einem Interessenausgleich (IA) und Rahmensozialplan (SP) hat die Arbeitgeberseite einseitig die Verhandlungen für gescheitert erklärt und abgebrochen.
Beschäftigteninfo Nr. 12 (PDF, 64 kB)

Sonntag, 19. Oktober 2008

Tarifrunde 2009 Themenbriefe 1 + 2


Wie bereits am 11. September berichtet, beginnt jetzt die Vorbereitung auf die Tarifrunde 2009 in den T-Service-Gesellschaften und der Telekom AG. Der Bundesfachbereich hat bisher zwei Themenbriefe veröffentlicht. Alle Informationen auf der Seite unseres Landesbezirkfachbereichs hier

Montag, 6. Oktober 2008

Call-Center-Beschäftigte in Halle kämpfen um Zukunft (Update)

Die Totengräber der Arbeitgeber werden vom Friedhof der Standorte verjagt! Gemeinsame Aktion von Call-Center-Beschäftigten mehrerer Unternehmen heute in Halle. Die Mitarbeiter des Telekom-Call-Centers kämpfen um ihren Standort. Die Auszubildenden haben sich an der Aktion beteiligt. Die Call-Center-Mitarbeiter der walter-Gruppe wollen den Druck auf die Arbeitgeber in ihrer Tarifrunde erhöhen.

tk-it-sat.verdi
halleforum 1
halleforum 2
mz-web









Dienstag, 30. September 2008

Druck wegen geplanter Callcenter-Schließung steigt

Städtetag befürchtet, dass beim Umbau Stellen verlorengehen - Brief an Merkel mehr

Mittwoch, 17. September 2008

Offene Briefe an Politik und Vorstand

Die Beschäftigten in unserer Region haben sich mit offenen Briefen an die Bundesregierung gewandt. "Wir erwarten, dass sich die Politik in den Telekomkonflikt einmischt" sagt Achim Fischer, Landesfachbereichsleiter bei ver.di. Der unsozialen, beschäftigungs- und familienfeindlichen Politik im Telekomkonzern muss Einhalt geboten werden. Die Beschäftigten wollen ein klares Bekenntnis der Bundespolitik für die Mitarbeiter. Pressemitteilung ver.di 16.09.2008 (PDF, 45 kB)

offener Brief an das Bundesfamilienministerium (PDF, 70 kB)

In Bayern wurde unterdessen die sogenannte Bayern-Times in einer Sonderausgabe mit einem offenen Brief an Rene Obermann veröffentlicht. hier lesen

Im Kampf um die Erhaltung der Standorte kann jeder Einzelne mit Briefen an Politiker und die Medien beitragen. Der Druck auf den Vorstand darf nicht nachlassen. Weitere Aktionen des OV Halle sind in Planung...

Donnerstag, 11. September 2008

Tarifrunde 2009


Zum 31. Dezember 2008 sind die Entgelt-Tarifverträge der drei Servicegesellschaften und der DTAG sowie der Vergütungs-Tarifvertrag der Auszubildenden kündbar. Das heißt, dass unmittelbar zur Jahreswende die Tarifauseinandersetzung um die Entgeltrunde 2009 in den genannten Bereichen beginnt. Mit dem nebenstehenden Logo wird diese Tarifrunde begleitet. Immer wenn das Logo in einem Beitrag auftaucht, wisst ihr: Es geht ums Geld! Wir werden zurkünftig alle Eintragungen mit dem Thema "Tarifrunde 2009" bezeichnen, so dass ihr mit einem Klick auf
"Tarifrunde 2009" unterhalb des jeweiligen Beitrages alles in der Übersicht habt. Beginnend mit dieser Meldung!

Jetzt beginnt die Phase der intensiven Vorbereitung und Mitgliederdiskussion für unsere konkrete Forderungsfestlegung für die Tarifauseinandersetzung 2009. Die Ausgangslage ist klar:
● Mit der Gründung der T-Service-Gesellschaften sind den Beschäftigten finanzielle Belastungen zugemutet worden.
● Für die Beschäftigten der DTAG wurde die Laufzeit des Entgelt-Tarifvertrages ohne Erhöhung der Entgelte (für 2008) auf den 31. Dezember 2008 verlängert.
● Bei den T-Service-Beschäftigten findet zudem am 1. Januar 2009 ein erstes Absenken der Ausgleichszulage (Rucksack) um ein Drittel statt.

Unsere Durchsetzungsfähigkeit in den Tarifauseinandersetzungen mit den Arbeitgebern hängt dann allerdings nur begrenzt von der Kraft unserer Argumente ab.
Entscheidend wird am Ende sein, wie stark wir gemeinsam mit den Beschäftigten in den Betrieben den notwendigen Druck aufbauen können.

Der erste, wichtige Schritt um gemeinsame Durchsetzungskraft auf- und auszubauen:

ver.di-Mitglied werden!

ver.di-Mitglieder werben!


Mittwoch, 10. September 2008

Solidaritätserklärung

Werner Dreibus, Mitglied des Bundestagses, hat folgende Solidaritätserklärung abgegeben hier (PDF)

Dienstag, 2. September 2008

ver.di ruft zu Protest gegen geplante Callcenter-Schließung auf (Update)

1000 Call-Center-Beschäftigte haben in Leipzig/Schkeuditz gegen die Schließung derTelekom-Standorte Halle, Dresden, Gera protestiert. Redner waren der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske, Anja Klaucke und Michael Löffler. Anja Klaucke, Beschäftigte und selbst Mutter von zwei Kindern, hat die Konsequenzen der Telekom-Pläne eindrucksvoll geschildert. Das Call-Center-Konzept ist unsozial, familienfeindlich und unökologisch. Es steht im krassen Widerspruch zur propagierten Unternehmenskultur. Michael Löfffler kritisierte die Ignoranz des Telekom-Vorstandes, der eine Politik gegen die Mitarbeiter fährt. Frank Bsirske rief zum entschlossenen Widerstand auf, um die Telekom-Pläne vom Tisch zu wischen. http://tk-it-sat.verdi.de/

Bild:
tk-it-sat.verdi.de


Video LeipzigFernsehen
Bilder der Aktion bei ver.di tk-it-sat

Berichte des mdr
dpa Bericht bei mz-web
ddp Bericht
Bericht bei heise.de


Freitag, 22. August 2008

Bericht von den Aktionen am Freitag

Unter www.halleforum.de ist ein Bericht vom Gespräch mit Oberbürgermeisterin Frau Szabados und Wirtschaftsbeigeordneter Wolfram Neumann sowie der Mittagspausenaktion vom 22. August eingestellt. mehr

mz-web.de berichtet mit 3 Videos
Statement Karin Gräf
Bericht von der Protestaktion
Statement Dagmar Szabados

Artikel vom Abend

mdr.de in Bild & Ton

Interview mit Lothar Schröder bei Deutschlandradio Kultur mehr

Donnerstag, 21. August 2008

ver.di gegen Call-Center-Kahlschlag der Telekom

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die geplante Umstrukturierung der Telekom-Call-Center scharf kritisiert und erheblichen Widerstand angekündigt. ver.di sei "erschüttert über die Unverfrorenheit, mit der die Telekom den Kahlschlag bei den Call-Centern" betreibe, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder am Donnerstag. "Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, um das Konzept der Telekom zu Fall zu bringen und die Beschäftigten sowie ihre Arbeitsplätze zu schützen", kündigte Schröder an.

Die Mitarbeiter des Service-Standortes Halle sollen das Angebot bekommen nach Magdeburg zu wechseln. Umgesetzt werden soll das Standortkonzept bis Anfang 2010.

Die Telekom müsse sich auf eine "erhebliche Protestwelle" gegen ihre Pläne einstellen, bekräftigte Schröder. ver.di werde gemeinsam mit Betriebsräten sowie mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft der betroffenen Kommunen gegen den Kahlschlag vorgehen.

Bereits am Freitag den 22.August ist eine aktive Mittagspause der halleschen Kollegen vor dem Standort in der Kaiserslauterer Str. geplant.

Gleichzeitig plant die Telekom nach Informationen von ver.di die Ausgliederung ihrer Netz-Center und die Verschmelzung auf eine deutlich schlechter tarifierte Tochtergesellschaft innerhalb des Konzerns. Ziel sei es offensichtlich erneut, die Löhne zu senken und die Arbeitszeit zu verlängern. Betroffen seien mehr als 6.000 Arbeitnehmer, hieß es. "Ein Unternehmen, dass die eigenen Beschäftigten zu Gegnern macht, wird die Kundenabwanderung nicht stoppen", betonte ver.di-Vorstandsmitglied Schröder.

Mittwoch, 20. August 2008

Brief hallescher DTKS- Betriebsräte an Frau Szabados

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Szabados,

wie bereits in den vergangenen Jahren, schafft es die Deutsche Telekom auch in diesem Jahr wieder in die Schlagzeilen der Medien. Erneut geht es um die Änderung der Organisation des Unternehmens, wiederholt werden Standorte und damit Arbeitsplätze in Frage gestellt.
Bereits vor mehr als 2 Jahren kündigte die Telekom ein neues Standortkonzept an. Mit diesem neuen Konzept sollte für Mitarbeiter und Kunden alles besser werden.
Zu Beginn des Jahres 2006 wurde uns die Schließung des Standortes in Halle bekannt gegeben, die dann durch das gemeinsame Engagement von Beschäftigten und vielen Mitstreitern verhindert werden konnte. mehr