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Samstag, 13. Juni 2009

AU F R U F zur D E M O N S T R A T I O N gegen rechtsextremen Geschichtsmissbrauch!

Mittwoch, 17. Juni 2009 um 20.30 Uhr
ab Marktplatz, Steintor und Franckeplatz
zur Kundgebung auf dem Riebeckplatz

Der Aufstand am 17. Juni 1953 ist ein Schlüsselereignis, welches den Gang der deutsch-deutschen Geschichte bis zur Einheit im Herbst 1990 maßgeblich mitbestimmt hat. Seit 1990 ist er ein Gedenktag für die Opfer des Aufstandes in der damaligen DDR und die Umstände, unter denen sie ums Leben kamen.
Seit einigen Jahren versuchen rechtsextreme Kräfte, insbesondere die NPD, den 17. Juni bundesweit als Feiertag „gegen den roten Terror“ zu instrumentalisieren und zu missbrauchen.

Für die Stadt Halle haben rechtsextreme Kräfte eine Demonstration – beginnend am Hauptbahnhof – angekündigt. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender demokratiefeindlicher Aktivitäten gilt es besonders wachsam zu sein gegenüber allen nationalistischen, rassistischen und fremdenfeindlichen Ideologien und Gewalttaten.

Darum erklären wir, dass Aufmärsche von Neonazis – wie der für den 17. Juni 2009 geplante – in unserer Stadt unerwünscht sind. Wir Hallenserinnen und Hallenser gehen an diesem Tag auf unsere Plätze und Straßen und zeigen, dass eine starke Demokratie der Grundpfeiler unseres Zusammenlebens ist – entschlossen, gewaltfrei und phantasievoll.
Halle für Demokratie und Weltoffenheit!

  • ab 16.00 Uhr: Infostände am Marktplatz, Franckeplatz und Gedenkstätte Roter Ochse
  • ab 18.00 Uhr: Infostände am Com-Center/Philipp-Müller-Straße, Riebeckplatz und Steintor
  • nachmittags: Gedenkveranstaltungen zum 17.6. 1953 der Stadt Halle auf dem Hallmarkt
  • ab ca. 20.30 Uhr : Demonstrationen ab Marktplatz, Franckeplatz und Steintor zur Kundgebung auf dem Riebeckplatz von 21.00 - 24.00 Uhr

Donnerstag, 21. Mai 2009

Europawahl am 7.Juni



Europa wählt: Zwischen dem 4. und 7. Juni sind 375 Millionen Unionsbürger aus 27 Staaten aufgefordert, ihr Parlament zu wählen. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat zur EU-Wahl wieder einen Wahl-O-Mat programmiert. Beim klicken auf das Bild erreicht Ihr ihn.

Für ver.di ist es wichtig, Mehrheiten für ein soziales Europa zu finden, zumal die Finanzkrise zeigt, dass die marktradikale Idee gescheitert ist. "Unsere Zukunft kann und darf kein Europa der sozialen Kälte sein, wie es die Verfechter der grenzenlosen wirtschaftlichen Freiheiten derzeit errichten", betont der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Er fordert dazu auf, für Parteien zu stimmen, die sich für den Grundsatz des gleichen Lohns für gleiche Arbeit am gleichen Ort einsetzen.

Als weitere Themen, an denen sich die Parteien messen lassen sollen, nennt der ver.di-Vorsitzende das Eintreten für soziale Standards und Schutzrechte sowie den Einsatz für elementare Grundrechte wie Menschenwürde, Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

Donnerstag, 6. November 2008

Mahnwache gegen DTKS Kahlschlagkonzept


Telekom-Beschäftigte demonstrierten am Donnerstag während einer 10stündigen Wahnwache für den Erhalt des Callcenter-Standortes in Halle. Unter dem Titel "Jobs on tour" wurden in der halleschen Innenstadt Unterschriften der Mitarbeiter und Bürger gesammelt. TV und Radiosender berichteten von der Aktion. Print- und Onlinemedien waren ebenfalls vor Ort.

Unterstützt wurden die Kolleginnen und Kollegen durch Vertreter des Bundestages und des halleschen Stadrates sowie des DGB.
Halleforum

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Aufruf zu Protestkundgebung und Mahnwache!

Der Vorstand der Deutschen Telekom AG ist familienfeindlich, frauenfeindlich, behindertenfeindlich und umweltfeindlich. Wir wehren uns gegen Arbeitsplatzvernichtung, Zerschlagung und Lohndrückerei und rufen zu verstärkten Aktionen gegen die perspektivlose und beschäftigtenfeindliche Unternehmenspolitik auf.
Wir kämpfen gegen die Standortschließung des Call Centers in Halle. Wenn der Telekom Vorstand diesen unsozialen Kahlschlag ungehindert durchsetzt, dann sind alle Betriebe der Telekom morgen von ähnlichen Angriffen bedroht. Das Thema geht alle im Telekom Konzern an!

Mahnwache am 6. November von 8 - 18 Uhr vor der Ulrichskirche

Demonstration in Berlin am 13. November

Beginn in Berlin 12:00 – 13:00 Uhr
Dauer ca. 1,5 Stunden
Hauptstadtrepräsentanz der Telekom

Anmelden: dabei@verdi-halle.de

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Jubilarehrungsveranstaltung

Was wäre eine Gewerkschaft ohne eine gute Anzahl von Beschäftigten, die sich in ihr zusammen schließen, um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten?

Es gibt eine Reihe von Mitgliedern die der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft schon sehr viele Jahre angehören. Aus diesem Grund findet auch in diesem Jahr die Ehrung langjähriger Gewerkschaftsmitglieder unseres Bezirkes statt.

Die Ehrung der Jubilare, für ihre 25-, 40-, 50- und 60-jährige Gewerkschaftszugehörigkeit möchte ver.di zum Anlass nehmen um gemeinsam zurückzublicken, Dank zu sagen und auch gemeinsam ein wenig zu feiern.
Für Halle und den Saalkreis findet die fachbereichsübegreifende Ehrungsveranstaltung am 25.Oktober um 10 Uhr im Kulturtreff Halle-Neustadt statt. Einladungen sind separat erfolgt.
Quelle: ver.di Bezirk Sachsen-Anhalt, Süd

Dienstag, 30. September 2008

Druck wegen geplanter Callcenter-Schließung steigt

Städtetag befürchtet, dass beim Umbau Stellen verlorengehen - Brief an Merkel mehr

Montag, 29. September 2008

Verjagt die Totengräber! (Update)

bitte beachtet den neuen Termin 6.Oktober!



Samstag, 27. September 2008

Geballter Protest gegen Call-Center-Schließungen der Telekom

Wie die «Neue Osnabrücker Zeitung» berichtet, haben die betroffenen Kommunen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) in einem Brief aufgefordert, den Einfluss des Bundes beim früheren Staatskonzern geltend zu machen und auf eine Rücknahme des Beschlusses zu dringen.
Der Deutsche Städtetag will sich danach ebenfalls einschalten. Dessen Präsidium hat nach Informationen der Zeitung beschlossen, sich in den nächsten Tagen mit einem Schreiben an Steinbrück zu wenden. mehr

Mittwoch, 24. September 2008

DTKS-Beschäftigte im halleschen Stadtrat

Zur 47. Sitzung des Stadtrates am Mittwoch den 24.09.2008 sind 47 Stadträte anwesend. In der Bürgerfragestunde vor der Stadtratssitzung protestierten Telekommitarbeiter für den Erhalt ihres Standorts.

Mit folgender Erklärung wurde auf die Situation aufmerksam gemacht:

"Durch die Verlagerung von ca. 300 Servicecenter Arbeitsplätzen der Telekom nach Magdeburg erleidet Halle erheblichen wirtschaftlichen, sozialen und finanziellen Schaden.
Durch die notwendigen Investitionen der Mitarbeiter in ihre Mobilitätskosten fließt ihr Geld in Zukunft in Bahn und Benzin.
Dies ist ein Kaufkraftabzug für die Region unter der der Einzelhandel, Gastronomie, öffentlicher Nahverkehr und Kultureinrichtungen und viele andere zu leiden haben.
Halle als CC-Standort verliert qualifizierte ServicemitarbeiterInnen mit gutem Einkommen. Weiterhin sind ca. 35 Ausbildungsplätze jährlich bedroht. Die Azubis haben schon eine Änderung des Ausbildungsvertrages vorgelegt bekommen.

Trotz der guten Versorgung mit Kindertagesstätten in Halle droht eine Entfremdung zwischen Kindern und Eltern. Bei größeren Kindern besteht die Gefahr sozial abzurutschen, da die Zuwendung fehlt.
300 Männer und Frauen. Das sind ca. 900 Menschen, die von deren Einkommen abhängig sind.
Wenn davon 100 wegziehen sind es gleich 300 Bürger die die Stadt verlassen. Die ihre Steuern in Magdeburg bezahlen und deren Wohnungen hier leer stehen.

Im Namen der Telekom-Mitarbeiter des Servicecenters Halle fordere ich die demokratischen Stadtratsfraktionen auf, sich für den Erhalt des CallCenter-Standortes einzusetzen. Unterstützen Sie die Stadtverwaltung bei Ihren Bemühungen oder wirken sie auf Ihre Parteien ein, die Konzernführung zu einem Einlenken bei diesem Kahlschlag zu bewegen.
"

Auf Nachfrage zu den städtischen Aktivitäten, konnte Oberbürgermeisterin D. Szabados erklären, dass gestern eine Antwort von DTKS-Chef Berlemann bei der Stadt eingegangen sei.
In dieser wurden widersprüchliche Angaben zur Standortentscheidung gemacht. Die Stadt wird nun mit weiteren Kommunen versuchen den Druck auf den Konzern aufrecht zu erhalten.





Bild:© Stadt Halle (Saale), Amt für Kommunikation, Datenverarbeitung und Zentrale Dienste

Bericht im Halleforum

Mittwoch, 17. September 2008

Offene Briefe an Politik und Vorstand

Die Beschäftigten in unserer Region haben sich mit offenen Briefen an die Bundesregierung gewandt. "Wir erwarten, dass sich die Politik in den Telekomkonflikt einmischt" sagt Achim Fischer, Landesfachbereichsleiter bei ver.di. Der unsozialen, beschäftigungs- und familienfeindlichen Politik im Telekomkonzern muss Einhalt geboten werden. Die Beschäftigten wollen ein klares Bekenntnis der Bundespolitik für die Mitarbeiter. Pressemitteilung ver.di 16.09.2008 (PDF, 45 kB)

offener Brief an das Bundesfamilienministerium (PDF, 70 kB)

In Bayern wurde unterdessen die sogenannte Bayern-Times in einer Sonderausgabe mit einem offenen Brief an Rene Obermann veröffentlicht. hier lesen

Im Kampf um die Erhaltung der Standorte kann jeder Einzelne mit Briefen an Politiker und die Medien beitragen. Der Druck auf den Vorstand darf nicht nachlassen. Weitere Aktionen des OV Halle sind in Planung...

Mittwoch, 10. September 2008

Solidaritätserklärung

Werner Dreibus, Mitglied des Bundestagses, hat folgende Solidaritätserklärung abgegeben hier (PDF)

Freitag, 29. August 2008

Protestkundgebung in Berlin

Heute fand vor der Hauptstadtrepräsentaz der Deutschen Telekom eine Protestveranstaltung statt.
Auch hallesche Kollegen waren vor Ort und forderten vom Arbeitgeber die Rücknahme des Standortkonzepts.
Video bei rbb-online (real-player)


Hauptstadtrepräsentanz mit Demo


Plakat der halleschen Kollegen vor der Bühne.


DGB-Vorsitzender u. Telekom-Aufsichtsrat Michael Sommer warf dem Management vor,
die Telekom zu einer "Schmutzbude" umzubauen.


Freitag, 22. August 2008

Bericht von den Aktionen am Freitag

Unter www.halleforum.de ist ein Bericht vom Gespräch mit Oberbürgermeisterin Frau Szabados und Wirtschaftsbeigeordneter Wolfram Neumann sowie der Mittagspausenaktion vom 22. August eingestellt. mehr

mz-web.de berichtet mit 3 Videos
Statement Karin Gräf
Bericht von der Protestaktion
Statement Dagmar Szabados

Artikel vom Abend

mdr.de in Bild & Ton

Interview mit Lothar Schröder bei Deutschlandradio Kultur mehr

Donnerstag, 21. August 2008

ver.di gegen Call-Center-Kahlschlag der Telekom

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die geplante Umstrukturierung der Telekom-Call-Center scharf kritisiert und erheblichen Widerstand angekündigt. ver.di sei "erschüttert über die Unverfrorenheit, mit der die Telekom den Kahlschlag bei den Call-Centern" betreibe, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder am Donnerstag. "Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, um das Konzept der Telekom zu Fall zu bringen und die Beschäftigten sowie ihre Arbeitsplätze zu schützen", kündigte Schröder an.

Die Mitarbeiter des Service-Standortes Halle sollen das Angebot bekommen nach Magdeburg zu wechseln. Umgesetzt werden soll das Standortkonzept bis Anfang 2010.

Die Telekom müsse sich auf eine "erhebliche Protestwelle" gegen ihre Pläne einstellen, bekräftigte Schröder. ver.di werde gemeinsam mit Betriebsräten sowie mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft der betroffenen Kommunen gegen den Kahlschlag vorgehen.

Bereits am Freitag den 22.August ist eine aktive Mittagspause der halleschen Kollegen vor dem Standort in der Kaiserslauterer Str. geplant.

Gleichzeitig plant die Telekom nach Informationen von ver.di die Ausgliederung ihrer Netz-Center und die Verschmelzung auf eine deutlich schlechter tarifierte Tochtergesellschaft innerhalb des Konzerns. Ziel sei es offensichtlich erneut, die Löhne zu senken und die Arbeitszeit zu verlängern. Betroffen seien mehr als 6.000 Arbeitnehmer, hieß es. "Ein Unternehmen, dass die eigenen Beschäftigten zu Gegnern macht, wird die Kundenabwanderung nicht stoppen", betonte ver.di-Vorstandsmitglied Schröder.

Mittwoch, 20. August 2008

Brief hallescher DTKS- Betriebsräte an Frau Szabados

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Szabados,

wie bereits in den vergangenen Jahren, schafft es die Deutsche Telekom auch in diesem Jahr wieder in die Schlagzeilen der Medien. Erneut geht es um die Änderung der Organisation des Unternehmens, wiederholt werden Standorte und damit Arbeitsplätze in Frage gestellt.
Bereits vor mehr als 2 Jahren kündigte die Telekom ein neues Standortkonzept an. Mit diesem neuen Konzept sollte für Mitarbeiter und Kunden alles besser werden.
Zu Beginn des Jahres 2006 wurde uns die Schließung des Standortes in Halle bekannt gegeben, die dann durch das gemeinsame Engagement von Beschäftigten und vielen Mitstreitern verhindert werden konnte. mehr

Sonntag, 1. Juni 2008

Lothar Schröder zur Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom AG

Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit elektronischer Kommunikation, das sind Werte, für die die Deutsche Telekom steht. Tausende von Menschen tragen mit ihrer Arbeit dazu bei, dass trotzt vieler Auseinandersetzungen in anderen Fragen eines bisher nicht in Zweifel gezogen wurde: Dieses Unternehmen wahrt das Fernmeldegeheimnis.

Seit Montag gibt es Zweifel. Der Spiegel berichtet davon, dass deutsche Wirtschaftsjournalisten sowie Aufsichtsräte und auch Topmanager ausgespäht worden seien. Es gibt Erkenntnisse, dass es zumindest im Jahr 2005 zu missbräuchlicher Nutzung von Verbindungsdaten gekommen ist, das gibt der Konzern gegenüber der Presse zu. Ein externer "Hilfsspion" outet sich im Handelsblatt und räumt noch umfassendere Missbräuche von Telefondaten ein.
Als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat ist man fassungslos. Stimmt das alles, dann hatte nun das Unternehmen, das man kontrollieren will, illegale Mittel genutzt, um Aufsichtsräte zu kontrollieren. Da rüttelt jemand verantwortungslos am Vertrauensverhältnis, das bei allem Streit in der Sache auch für die Gremien wirtschaftlicher Mitbestimmung notwendig ist. Vieles ist offen. Man fragt sich, wer ist so dummdreist zu glauben, das könnte alles verborgen bleiben? Wer ist so selbstzerstörerisch, auch nur den Verdacht zu nähren, die Persönlichkeitsrechte hätten im Telekom Konzern keinen Stellenwert mehr? Wer verantwortet Vorgänge, die geeignet sind, einen gewaltigen Reputationsschaden hervorzurufen?

Fragen über Fragen, dabei werden jetzt Fakten gebraucht, die nur eine schonungslose und schnelle Ermittlung liefern kann. Weder die Deutsche Telekom noch die potentiell Betroffenen können derartig schwerwiegende Vorwürfe im Raume stehen lassen, wie sie erhoben wurden. Deswegen ist es richtig, dass Vorstand und Aufsichtsrat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet haben und auch interne Ermittlungen durchgeführt werden. Deswegen haben die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat auch Strafanzeige gestellt.

Mit Ernst und Entschlossenheit müssen die Ermittlungen geführt werden. Sicherlich werden die möglicherweise ebenso betroffenen Wirtschaftsjournalisten das Ihre an Ermittlungsarbeit dazu beitragen, aufzudecken, was dringend aufgedeckt werden muss. Schließlich wird immer wahrscheinlicher, dass auch ihre Telefondaten ausgewertet worden sind. Eine weitere Dimension und zusätzliche Dramatik liegt in den aktuellen Vorgängen. Es geht auch um die Pressefreiheit.

Noch sollten wir nur von Behauptungen und Anhaltspunkten reden, aber ein Urteil dürfen wir uns schon erlauben: Wenn es in diesem Konzern Menschen geben sollte, die glauben, die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit beugen zu dürfen, um welches Ziel auch immer zu verfolgen, sollten wir ein gemeinsames Interesse haben, sie zu identifizieren und ihr Handeln abzustellen. Die Folgen wären sonst gravierend für ein Unternehmen, das sein Geld mit vertraulichen Informationen verdient und deren Beschäftigte sich oft krumm machen, um ein gutes Bild beim Kunden ab-zugeben.

Die Beschäftigten der Telekom haben Interesse daran, dass zügig aufgeklärt wird. Wer dazu beitragen kann, sollte es tun.

Lothar Schröder

Donnerstag, 29. Mai 2008

Gewerkschafter zeigen Telekom an

In der Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom wollen auch die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat Strafanzeige gegen das Unternehmen und Unbekannt stellen. Durch die Strafanzeige möchten die Arbeitnehmervertreter zu Prozessbeteiligten werden. Damit erhalten sie Einsicht in alle Akten. "Wir wollen zur Aufklärung der Affäre beitragen und gleichzeitig die Reputation des Unternehmens schützen", sagte dazu Vize-Aufsichtsratschef Lothar Schröder. mehr

Samstag, 24. Mai 2008

Deutsche Telekom soll Aufsichtsräte, Manager und Journalisten bespitzelt haben


Die Deutsche Telekom steht im Zentrum einer ungeheuren Bespitzelungsaffäre. Um undichte Stellen im Vorstand und Aufsichtsrat aufzuspüren, sammelte und überprüfte der Konzern nach SPIEGEL-Informationen offenbar über ein Jahr lang Telefonverbindungsdaten von Aufsichtsräten und Managern.
mehr
Telekom reagiert
Schröder fordert Aufklärung

Dienstag, 20. Mai 2008

Mehr Arme – mehr Millionäre

20 Millionen Menschen sind von Armut betroffen oder werden nur durch staatliche Leistungen davor bewahrt. Das ist eine von vier Personen. So der neue Armutsbericht der Regierung. Und das in einem der reichsten Länder der Erde. Besonders betroffen sind Alleinerziehende und Kinder.

2,5 Millionen Kinder sind arm. Doppelt so viele wie 2004.


Gleichzeitig gibt es immer mehr Millionäre – schon 800.000 waren es letzten Sommer. Die Statistik beschönigt noch die Lage. Als arm gelten Menschen mit weniger als 781 Euro netto im Monat. Vor drei Jahren lag die Schwelle noch bei 938 Euro.
Die Agenda 2010 ist die zentrale Ursache für mehr Armut. Die Durchsetzungsmöglichkeiten in der Tarifpolitik sind mit Befristungen und Leiharbeit massiv behindert worden.
Hinzu kommen Minijobs und vor allem Hartz IV. Ohne Zumutbarkeitsschutz rauschen die Löhne in den Keller.

Am dringlichsten brauchen wir den gesetzlichen Mindestlohn: 7,50 Euro sofort und in schnellen Schritten neun.
Aber das reicht nicht: Bei der Leiharbeit muss die gleiche Bezahlung gesichert werden. Das Arbeitslosengeld II muss rauf auf 420 Euro. Und wir brauchen einen menschenwürdigen Zumutbarkeitsschutz. Damit niemand Angst haben muss demnächst für 3,50 den Hof kehren zu müssen.
Die Menschen mit kleinem Einkommen müssen steuerlich entlastet werden.
Finanziert etwa durch die Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 50 Prozent.

http://wipo.verdi.de

Sonntag, 20. Januar 2008

Standorte – Standpunkte – Nokia/Telekom - die Peinlichkeit unserer Politiker

Es ist noch nicht lange her, da haben wir Gewerkschafter einige Politiker um Unterstützung gebeten und ihre politische Positionierung gefordert. Anlass war die Absicht der Deutschen Telekom, massiv Standorte zu reduzieren. Wenig später verkauft die Telekom Standorte samt Personal an walter - telemedien, an die Bertelsmann Tochter Arvato. Wieder schreiben Beschäftigte und ver.di Betriebsräte u.a. an die Bundeskanzlerin Angela Merkel, an die Ministerpräsidenten Althaus, Milbrath und Böhmer, denn sehr stark betroffen sind Beschäftigte aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Die angeschriebenen Politiker beweisen, dass sie maximal Briefe schreiben können, politischen Einfluss machen sie nicht geltend. Das ist eine Schande, wenn man bedenkt dass der Bund derzeit noch Eigentümer von
ca 30 % der Aktien ist.

Lediglich „Die Linke“ bringt am 29. März 2007 eine kleine Anfrage auf den Weg, um die beschäftigungspolitische Verantwortung der Bundesregierung zu hinterfragen.

Die Antwort fiel mager aus. Fazit der Antwort, wir dürfen uns nicht einmischen – vorgeschoben wird das Aktienrecht und die volle Verantwortung des Vorstandes und der schwierige Markt. Das Thema führte gar zum Streit im Parlament. Nicht unerwähnt will ich lassen, das es diesen oder jenen aufrichtigen Politiker gegeben hat, der sich unterstützend einbrachte – die politische Macht in diesem Land sah und sieht in Sachen Telekom Personalabbau weg. Auch bei dem jetzt erfolgten Verkauf weiterer Standorte aus der Vivento Costumer Services/Kundenniederlassung Spezial.

Bei Nokia ist das anders. Da wird von der Bundesregierung Stellung bezogen, da wollen Minister ihr Mobiltelefon eintauschen, da sind die Geschäftsleute aus Finnland ganz schnell am Pranger. Warum dieser Unterschied? Weil Wahlkampfzeiten in Hessen anstehen? Weil ....? Wer in diesen zwei Fällen unterschiedlich agiert oder eben nicht, der ist aus meiner Sicht zutiefst verlogen!

Dass die Kanzlerin auf viele Postkarten von Beschäftigten nicht einmal reagiert hat, spricht für sich. Dass sich in den Landtagen kaum jemand ernsthaft mit dem Thema Tarifflucht der Deutschen Telekom beschäftigt hat, zeigt wie wenig ernst man die eigene Bevölkerung nimmt. Telekom heißen viele Firmen – Nokia nur wenige.
Ich bin von der Notwendigkeit überzeugt, dass wir Gewerkschafter uns selbst kümmern müssen – gemeinsam, streng an den Interessen der Beschäftigten ausgerichtet, um Zukunft mit zu gestalten. Wer denkt es geht ohne Mitgliedschaft in der Gewerkschaft, weil die Politik sich kümmert, der irrt.

Ulrich Schrieber
Mitglied im Ortsvereinsvorstand Halle Fachbereich 9